Am Samstag, 20. Dezember 2025, verwandelt sich Hannover erneut in ein funkelndes Lichtermeer: Die beliebte „Twinkle-Light-Cruise“ geht in ihre siebte Runde. Treffpunkt für alle Teilnehmenden ist die Culemannstraße (Einfahrt vom Maschsee). Ab 17:00 Uhr sammeln sich die Fahrzeuge in der Culemannstraße, um 18:30 Uhr startet der Konvoi auf einen rund einstündigen Rundkurs durch die City.
Neue Streckenführung: Von der Culemannstraße geht es vorbei am Neuen Rathaus, über den Aegidientorplatz, durch die Sophienstraße und direkt zum Georgsplatz (keine Umfahrt um die Oper). Anschließend führt die Route über Markt- und Leinstraße, vorbei an den „Göttinger Sieben“, über die Waterloostraße und das Arthur-Menge-Ufer zurück zur Culemannstraße. Kurzfristige Änderungen vorbehalten.
1982 stellt das Volkswagen den Caddy vor, ein kompaktes Nutzfahrzeug auf Golf I Basis für den Vertriebsraum Deutschland und Europa. Der Caddy hat zu dieser Zeit unter anderem Namen bereits eine dreijährige verkaufsstarke Bewährungsprobe in den USA hinter sich: Hergestellt im Volkswagenwerk Westmoreland, erblickt er 1979 in den USA unter dem Namen Rabbit das Licht der Welt.
Unter dem Eindruck dieses transkontinentalen Verkaufserfolgs trifft Volkswagen die Entscheidung, den Wagen mit kleinen Veränderungen als Caddy („Einkaufswagen“) auch in Europa anzubieten. Die Fahrzeugfront wird dazu geringfügig geändert, um Gleichteile des Golf I zu nutzen (Grill und Scheinwerfer). Produziert wird der Caddy in der Automobilfabrik Sarajevo (Tvornica Automobila Sarajevo/TAS) im ehemaligen Jugoslawien.
Bis zur B-Säule entsprechen der amerikanische Rabbit und der europäische Caddy weitgehend dem VW Golf I. Dann aber beginnen die Veränderungen: Der Caddy ist zugunsten einer großen Ladefläche 0,55 Meter länger, der Radstand wird auf 2,62 Meter gestreckt. Die Ladefläche ist 1,83 Meter lang und 1,30 Meter breit.
Es gibt diverse Aufbauvarianten: unter anderem die offene Pickupversion, den Planenaufbau (Rauminhalt 2,95 Kubikmeter) und das Hardtop aus GFK-verstärktem Kunststoff (Rauminhalt 2,65 Kubikmeter). Es können zahlreiche Sonderaufbauten von der Wohnkabine bis zum Pressmüllbehälter geordert werden.
Die hohe Nutzlast von 625 Kilogramm erfordert eine Neukonstruktion der Hinterachse: Statt Schraubenfedern werden längsliegende Blattfedern verbaut, die Stoßdämpfer stehen jetzt in asymmetrischer Anordnung.
Der VW Caddy verfügt über drei Aggregate aus der Golf Palette: Wer den Akzent auf optimale Wirtschaftlichkeit legt, wählt den 1,6-Liter-Dieselmotor mit 40 kW (54 PS). Verblüffend spritzig sind durch das gute Leistungsgewicht (das Leergewicht beträgt nur 1.000 Kilogramm), der 1,6-Liter-Benzinmotor mit 55 kW (75 PS) und der 1,8-Liter-Benzinmotor mit 70 kW (95 PS).
Fahrzeugdaten
Modellvarianten / Bauzeit:
Caddy I 1.6 D: 1983–1992 Caddy I 1.6: 1983–1992 Caddy I 1.8: 1983–1992
Als der Krieg in Jugoslawien 1992 auch Sarajewo erreicht, muss die Produktion bei Tvornica Automobila Sarajevo eingestellt werden. Bei TAS werden insgesamt 94.000 VW Caddy I gebaut. Bis 2006 wird der Caddy I noch in Südafrika hergestellt. Die dort produzierte Variante verfügt über eigene Triebwerke.
Zunächst ist der Corrado als Nachfolger des Scirocco II geplant (Scirocco III). Er wird dazu auf Basis des VW Golf II technisch so stark verbessert, dass er aus der Scirocco-Klasse herauswächst. 1984 fällt die Entscheidung: Der VW Scirocco II wird weitergebaut, das nun Corrado genannte Modell wird höher positioniert und dazu mit einem entsprechenden Motor ausgestattet.Der neue Corrado wird im Herbst 1988 vorgestellt. Er bricht mit der Linie des Scirocco II und zeigt sich als markantes, sehr kompaktes Coupé (Länge: 4.048 Millimeter) mit dynamischer Form, die einige Details des Scirocco I zitiert. Karmann in Osnabrück übernimmt wieder die Produktion. Das 2+2-sitzige Coupé bietet mit großer Heckklappe und einem Kofferraumvolumen von 300 Liter hohen Alltagsnutzen. Eine Besonderheit ist der automatisch ausfahrende Heckspoiler (in Deutschland bei 120 km/h), der die Straßenlage bei hoher Geschwindigkeit verbessert – und dabei dem Heckspoiler des Porsche Carrera 964 ähnelt, der allerdings schon bei 80 km/h ausfährt. Zur Modelleinführung erhält der VW Corrado in Deutschland den durchzugsstarken Vierzylinder-Langpleuel-Motor mit acht Ventilen und 1.781 Kubikzentimeter Hubraum. Ein innovativer G-Lader haucht dem Motor reichlich Leistung ein. Das Modell bleibt über die gesamte Produktionszeit ein reiner Fronttriebler.
Neue Motoren
Erst nach drei Jahren bekommt der G60 Unterstützung durch zwei weitere Triebwerke, den 2,0-Liter-Vierzylinder 16V mit 136 PS und den 2,9-Liter-Sechszylinder mit serienmäßigem elektronischen Sperrdifferential EDS. Um den Sechszylinder zu implementieren, muss ein konstruktiver Schuhlöffel angewandt werden: Der Vorderwagen wird erweitert und umkonstruiert – erkennbar an der vorderen Radführung (Neukonstruktion des Querträgers), an den Änderungen von Motorhaube und Kühlergrill sowie an den verbreiterten Seitenteilen und der Frontschürze. Der Tank wird bei allen Modellen von 55 auf 70 Liter vergrößert. Außerdem steht nun ein Automatik-Getriebe zur Wahl. 1993 erweitert der 2,0-Liter-Benziner 8V mit 115 PS das Motorenangebot. Der G60-Motor entfällt.
Typ
Hubraum (ccm)
Leistung (kW / PS bei U/min)
max. Drehmoment (Nm bei U/min)
1.6 G60
1.781
118 / 160 / 5.600
225 / 3.800
2.0 16V
1.984
100 / 136 / 5.800
180 / 4.400
2.0
1.984
85 / 115 / 5.400
166 / 3.200
2.9 VR6
2.861
140 / 190 / 5.800
245 / 4.200
Legende Motoren: G60 (G-Lader)
Neues Interieur
Im August 1992 bekommt der Corrado ein neu gestaltetes Interieur: Die Mittelkonsole und die Türverkleidungen werden überarbeitet und neu gestaltet, ein Druckschalter ersetzt den Kippschalter, die Anzeigeskalen erhalten eine neue Typografie mit roten Zeigern und einen prägnanten Corrado-Schriftzug im Drehzahlmesser. Eine geteilte Rücksitzbank gibt es jetzt nur noch bei den VR6-Modellen als Serienausstattung.
Am 6. Juli 1995 läuft die Produktion des Volkswagen Corrado nach 98.000 Einheiten aus. Der Corrado wurde neben Exporten innerhalb Europas auch in die USA und nach Kanada geliefert – zum Teil mit abweichenden Motorisierungen.
Volkswagen Classic schickt in diesem Jahr zahlreiche historische Modelle aus 50 Jahren Polo zur Oldtimer-Rallye nach Sachsen. Vom ersten Polo aus dem Jahr 1975, über den bunten Harlekin bis zur seltenen Stufenheckvariante Derby – die zahlreichen Polo Modelle gehen mit Prominenten besetzt an den Start. Katarina Witt bestreitet die Rallye in „ihrem“ ehemals eigenen, roten Golf II. Die Sachsen Classic startet am Donnerstag, 14. August, und führt in diesem Jahr fast 600 Kilometer quer durch den Freistaat.
Zahlenmäßig besonders stark vertreten ist die zweite Generation des Kleinwagen: Mit dabei sind heute seltene Fahrzeuge wie der Polo Formel E, ein Polo GT und die damals sportliche Speerspitze der Baureihe, der Polo G40. Stars an Bord Einige Cockpits im Volkswagen Team sind wieder mit prominenten Persönlichkeiten aus Sport und Kultur besetzt: Katarina Witt, Ben Dahlhaus, Benjamin Leuchter und Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck.
Katarina Witt in ihrem ehemaligen Golf bei der Sachsen Classic
In einem ganz besonderen Fahrzeug wird eine internationale Sport-Legende zu erleben sein, die mit Sachsen fest verbunden ist: die ehemalige Eiskunstläuferin und zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt. Sie freut sich auf eine Rallye in „ihrem“ ehemals eigenen, roten VW Golf II GL von 1988: „Ich bin unglaublich gespannt auf die diesjährige Classic-Rallye und werde die drei Tage sicher in ganz persönlichen Erinnerungen schwelgen. Diese Rallye durch die schöne sächsische Landschaft mit ‚meinem roten Flitzer‘ zu fahren, wird ein ganz besonderes Erlebnis, auf das ich mich wahnsinnig freue. Das wird eine ganz besondere Fahrt in meine Vergangenheit.“
Katarina Witt bei der Sachsen Classic 2025
Ben Dahlhaus ist Schauspieler, Model und Oldtimer-Fan – und nimmt bereits zum zweiten Mal an der Rallye teil: „Ich habe im letzten Jahr erlebt, wie besonders die Stimmung hier ist. Keine andere Oldtimer-Rallye zieht so viele begeisterte Fans an. Umso mehr freue ich mich, wieder dabei zu sein – auf die Atmosphäre, die liebevoll gepflegten Klassiker und darauf, noch mehr von Sachsen zu entdecken: die abwechslungsreiche Landschaft, die kleinen Ortschaften, das alles hat mich beim ersten Mal beeindruckt.“ In diesem Jahr geht Dahlhaus mit einem Polo G40 an den Start. „Der G40 ist für mich ein echtes Stück Automobilgeschichte – kompakt, leicht, mit dem charakteristischen Kompressor-Sound. Er erinnert mich an Sonntagsausflüge, an den Geruch von Benzin und diesen besonderen Klang, den man nie vergisst.“
Ben Dahlhaus
Benjamin Leuchter ist Motorsportprofi und Markenbotschafter. Er geht in einem 89er Polo GT der zweiten Generation an den Start. „Ich freue mich schon sehr, die Sachsen Classic zum zweiten Mal mitzufahren. Im vergangenen Jahr habe ich viel gelernt, darauf will ich in diesem Jahr aufbauen“, betont Leuchter. „Als Racer interessieren mich natürlich immer die für den Rennsport aufgesetzten Modelle, wie der Polo R WRC – ein Auto, das die Basis für gleich vier Weltmeisterschaften war.“ Profi-Rennfahrer Leuchter wird zudem beim Start der Rallye in Dresden eine ganz besondere Überraschung dabei haben und diese lautstark über die Startlinie pilotieren.
Benny Leuchter
Rennsportlegende Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck begibt sich bei der Rallye auf eher ungewohntes Terrain. Denn er ist selten mit so wenig Leistung unterwegs – er pilotiert einen VW Derby von 1977. „Als Rennfahrer habe ich natürlich lieber mehr als weniger Leistung. Aber zum einen erinnere ich mich sehr gut an den Polo, denn ich hatte früher selbst einen, mit dem ich zu den Formel Eins Rennen gefahren bin. Mein damaliger Teamkollege Clay Regazzoni wollte unbedingt meinen Polo fahren. Da haben wir einfach getauscht und ich durfte dafür seinen Ferrari Daytona fahren“, so Stuck. „Zum anderen geht es bei einer klassischen Rallye ohnehin weniger um Geschwindigkeit, sondern vielmehr darum, die Historie zu transportieren. Und für die vielen Geschichten haben wir im Derby einen ausreichend großen Kofferraum hinten dran“, scherzt Stuck über die Stufenhecklimousine des Polo – ein heute extrem seltenes Modell.
Hans-Joachim Stuck für Volkswagen Classic in Sachsen am Start
Traditionsrallye in drei Etappen Volksfeststimmung ist garantiert, wenn knapp 200 Fahrzeuge die malerischen Orte entlang der reizvollen Route durch den Freistaat Sachsen passieren. Begeisterte Zuschauer in den Orten und am Streckenrand gehören fest dazu, gerade das macht die Sachsen Classic Rallye seit über 20 Jahren so besonders.
50 Jahre Polo bei der Sachsen Classic 2025
Auf fast 600 Kilometern Strecke durch Sachsen sind zahlreiche anspruchsvolle Wertungsprüfungen zu bewältigen. Zum Auftakt am 14. August verwandelt sich der Dresdner Alberthafen im Ostragehege mit historischen Fahrzeugen in ein Freiluftmuseum. Ein Höhepunkt der ersten Etappe wird die Porzellan-Stadt Meißen sein. Die Freitagsetappe führt zum DEKRA Lausitzring mit einer Fahrt über die Grand Prix Strecke und das Test-Oval. Am Samstag geht es über das Schlosshotel Klaffenbach nach Chemnitz – Europäische Kulturhauptstadt 2025 – und anschließend über das Erzgebirge zurück zur Zieleinfahrt im Rahmen des Stadtfestes in Dresden. Zugelassen sind bei der Gleichmäßigkeits-Rallye nur historisch wertvolle Automobile bis Baujahr 1993 sowie ausgewählte Youngtimer bis 2003.
Acht bunte VW Busse fahren beim traditionellen Umzug mit
Vom T1 bis zum ID. Buzz zeigt VWN alle Generationen aus Hannover
Wenn am Sonntag, den 6. Juli, um Punkt 10 Uhr das Kommando „Im Doubliertritt, Marsch!“ am Neuen Rathaus der Landeshauptstadt Hannover ertönt, startet der weltgrößte Schützenausmarsch – und mittendrin: eine ganz besondere Bulli-Parade von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Acht VW Busse, von der ersten Generation T1 bis zum vollelektrischen ID. Buzz, rollen durch die Innenstadt Hannovers und feiern 75 Jahre Bulli-Geschichte.
Bulliparade Schützenausmarsch zum grössten Schützenfest der Welt
Die Parade zeigt eindrucksvoll die Entwicklung des Kultfahrzeugs seit 1950 – und damit auch fast 70 Jahre Produktionstradition am Standort Hannover (Produktionsstart des VW Bus in Hannover-Stöcken am 8. März 1956). Die Fahrzeuge begleiten den traditionellen Festumzug gemeinsam mit über 150 Vereinen, 100 Musikzügen und zahlreichen Festwagen auf dem Weg zum Schützenplatz. Mehr als 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden entlang der Strecke erwartet.
„Der Bulli ist weit mehr als ein Fahrzeug – er ist ein Stück gelebte Geschichte. Dass er seit fast sieben Jahrzehnten in Hannover gebaut wird, verbindet unsere Stadt untrennbar mit diesem Kultsymbol. Die Parade zeigt eindrucksvoll, wie unsere Heritage in jedes neue Modell einfließt – vom T1 bis zum ID. Buzz“, sagt Thomas Zwiebler, Leiter von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer.
Thomas Zwiebler, Leiter Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer.
Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer: Erinnern. Erleben. Erhalten. Die historischen Fahrzeuge stammen aus dem Bestand von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer. Mit viel Leidenschaft und Fachwissen restauriert das Team originale Bullis in Werksqualität – für Liebhaber, Sammler und Events.
Zum Schützenausmarsch und Schützenfest: Der Schützenausmarsch ist das Herzstück des größten Schützenfestes der Welt, das vom 4. bis 13. Juli auf dem Schützenplatz gefeiert wird. Rund 200 Schausteller:innen, drei Festzelte, zahlreiche Fahrgeschäfte und ein buntes Familienprogramm machen das Fest zu einem Highlight für alle Generationen.
75 Jahre Bulli: Treffen von 16. bis 18. Mai 2025 am Salzburgring mit insgesamt rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern trotz wechselhaften Wetters
Die weiteste Anreise erfolgte aus Schottland mit einem Bulli der Generation T1
Der älteste Besucher-Bulli vor Ort war ein T1, Baujahr Jänner 1951
500 Stellplätze im Campingbereich waren seit Monaten ausgebucht, Rahmenprogramm für die Familie inklusive Testfahr-Möglichkeit am Salzburgring mit Bullis aller Generationen
Salzburgburgring im Mai 2025 – Der Bulli – ein Auto, das Generationen geprägt und bewegt hat – feiert heuer sein 75 Jahre Jubiläum. Anlässlich des Geburtstages dieser Ikone lud Volkswagen Nutzfahrzeuge Österreich von 16. bis 18. Mai zu einem Bulli-Treffen am Salzburgring ein. Zahlreiche historische Bullis aller Generationen aus ganz Europa folgten dem Ruf und feierten den VW Bus in all seinen Facetten.
Bulli aller Generationen – ausgestellt oder für Probfahrten bereit
Bei einem Bulli-Treffen darf der so genannte „Sambabus“ (T1) nicht fehlen. Der „Sambabus“ war die Luxusvariante des T1 und wurde ab 1951 produziert. Der Kleinbus mit Zweifarblackierung, Faltschiebedach und Fenstern rundum bietet bis zu neun Reisenden Platz. Der Boxer-Motor bringt es auf 31 kW/42 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 km/h. Der Sammlerwert eines Modells in gutem Zustand ist entsprechend hoch. Ein weiterer Blickfang ist der „Coca-Cola“-Bulli aus 1976 (T2). Der Kastenwagen mit speziellem Laderaum-Ausbau leistet 37 kW/50 PS. Ein T3 in limitierter Auflage ist der T3 Multivan Limited Last Edition aus dem Jahr 1992. Diese Sonderserie wurde zum Ende der Produktion des T3 1992 aufgelegt und war auf 2.500 Fahrzeuge limitiert. Der 4-Zylinder-Boxer Motor bringt es bei 68 kW/92 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 141 km/h. Ebenso sorgte der seltende T3 B32 mit Porsche-Motor, Tieferlegung und 231 PS für Staunen. Camper-Varianten von T2 bis T4 standen ebenso in der Boxengasse bereit.
Dr. Lars Krause, Vorstand Vertrieb & Marketing Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Der VW Bus hat Generationen von Menschen begleitet und inspiriert. Seit einem Dreivierteljahrhundert ist er das Herz unserer Marke und transportiert Erfolg, Freiheit und Zukunft. Es ist mir eine große Freude, gemeinsam mit Bulli-Fans aus ganz Europa das Jubiläum dieser Ikone im Rahmen des Bulli-Treffens am Salzburgring feiern zu dürfen. Gratulation zu dieser großartigen Veranstaltung an die Kolleginnen und Kollegen von Volkswagen Nutzfahrzeuge Österreich“.
Highlight: Testfahrten am Salzburgring
Ein Highlight im abwechslungsreichen Rahmenprogramm waren die Testfahrten am Salzburgring mit Museumsstücken aller Bulli-Generationen: Eine seltene Gelegenheit, die sich viele Bulli-Fans nicht entgehen ließen. Die Teilnehmer und auch die zahlreichen Medienvertreterinnen und Medienvertreter stiegen nach den geführten Runden durchwegs mit einem breiten Lächeln aus den historischen Fahrzeugen. Darüber hinaus erhielten die angereisten Teilnehmer auch die Gelegenheit, mit ihren eigenen Fahrzeugen den Ring zu befahren.
Großer Andrang herrschte auch bei den Testfahrten mit der aktuellen Bulli-Familie (Multivan, California, Transporter, ID. Buzz). Insbesondere der leistungsstärkste Bulli aller Zeiten – der vollelektrische ID. Buzz GTX mit Allradantrieb und 340 PS – war für Fahrten am Ring schnell ausgebucht.
Albert Kirzinger, Leiter Design Volkswagen Nutzfahrzeuge, eröffnete am Freitag, den 16. Mai um 14:00 Uhr offiziell das Bulli-Treffen und sprach im Rahmen einer Pressekonferenz über die „Bulli-DNA“. Dabei betonte der Osttiroler, dass mit dem Bulli kein klassisches Auto geschaffen wurde, sondern „lösungsorientierter Raum mit unendlichen Möglichkeiten für alle Menschen, die etwas vorhaben.“
Weiteste Anreise, ältester Bulli
Im Rahmen des Bulli-Treffens fanden auch diverse Prämierungen statt. So wurde für die weiteste Anreise ein Teilnehmer aus Schottland prämiert. Er reiste zwei Tage lang mit seiner „Eva“, einem Bulli der Generation T1, nach Salzburg. Der älteste Besucher-Bulli kam aus dem Burgenland. Kurios: Der T1 mit 25 PS wurde einst als Ziegenstall in Griechenland genutzt und vom derzeitigen Besitzer von Grund auf restauriert. Der älteste Besucher-Bulli international kam aus der Schweiz: Ein T1, Bj. 1954 und seit den 80er Jahren in Familienbesitz.
Miriam Walz, Markenleiterin Volkswagen Nutzfahrzeuge, zieht eine äußerst positive Bilanz zum Bulli-Treffen, das in dieser Art das erste Mal in Österreich stattfand: „Es freut mich sehr, dass die Bulli-Community trotz des wechselhaften Wetters den Geburtstag unserer Ikone gebührend gefeiert hat – Bulli-Fahrer eben! Die Stimmung war großartig, das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwältigend und der Wunsch nach einer Fortsetzung wurde laut. Das gesamte Team von Volkswagen Nutzfahrzeuge Österreich sagt Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die teilweise tausende Kilometer Fahrt in Kauf.
Bulli aller Generationen – ausgestellt oder für Probefahrten bereit
Bei einem Bulli-Treffen darf der so genannte „Sambabus“ (T1) nicht fehlen. Der „Sambabus“ war die Luxusvariante des T1 und wurde ab 1951 produziert. Der Kleinbus mit Zweifarblackierung, Faltschiebedach und Fenstern rundum bietet bis zu neun Reisenden Platz. Der Boxer-Motor bringt es auf 31 kW/42 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 km/h. Der Sammlerwert eines Modells in gutem Zustand ist entsprechend hoch. Ein weiterer Blickfang ist der „Coca-Cola“-Bulli aus 1976 (T2). Der Kastenwagen mit speziellem Laderaum-Ausbau leistet 37 kW/50 PS. Ein T3 in limitierter Auflage ist der T3 Multivan Limited Last Edition aus dem Jahr 1992. Diese Sonderserie wurde zum Ende der Produktion des T3 1992 aufgelegt und war auf 2.500 Fahrzeuge limitiert. Der 4-Zylinder-Boxer Motor bringt es bei 68 kW/92 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 141 km/h. Ebenso sorgte der seltende T3 B32 mit Porsche-Motor, Tieferlegung und 231 PS für Staunen. Camper-Varianten von T2 bis T4 standen ebenso in der Boxengasse bereit.
Ergänzend dazu waren zahlreiche Bulli-Unikate wie beispielsweise der VW Renntransporter Typ T2a der Porsche AG (Weissach Bus) aus 1967 im Bereich der Boxengasse ausgestellt. Mit einer Neuinterpretation des Renntransporters in Form des vollelektrischen ID. Buzz GTX wurde eine Brücke aus der Motorsport-Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft geschlagen.
8. März 1950: Geburtsstunde des ersten Transporters
Volkswagen Nutzfahrzeuge feiert 75 Jahre Bulli. Er ist das am längsten gebaute Nutzfahrzeug Europas. Am 8. März 1950 fuhr der erste Transporter – kurz T1 genannt – in Wolfsburg vom Band. Seitdem folgten ihm – ab 1956 in Hannover produziert – mehr als 12,5 Millionen weitere Bulli. Damit ist er zugleich das erfolgreichste europäische Nutzfahrzeug aller Zeiten. Kult seit einer Ewigkeit. Vom T1 bis zum T6.1 der sechsten Generation lieferte stets eine Plattform die Basis für alle Derivate – vom Transporter bis hin zu den Camper-Ikonen. Doch das Zeitalter der E-Mobilität machte eine Transformation des Allrounders und damit einen Paradigmenwechsel notwendig: „Aus einem Bulli für alle“ wurde deshalb „für jeden der richtige Bulli“.
We are proud to announce that AirMighty Magazine is celebrating its 15th anniversary year! Since starting off in 2000 with our Website and publishing the Magazine since 2010 we have striven to capture, document and publish everything we could from our beloved aircooled VW scene.
We will again celebrate this by organizing our third edition of the AirMighty Show, a two-day indoor show. The idea is to assemble as many as possible of the cars we’ve featured in AirMighty Magazine over the last 15 years, together with the best new show cars around.
With special outdoor aircooled VW parking, on-site Camping, VW Club displays, food-corner, and vendors running a lively swapmeet, the third edition of the AIRMIGHTY SHOW will take place on 20-21 September 2025, staged inside a brilliant venue, a former aircraft Hangar 11 in Enschede (near the German border) in the Netherlands.
We hope to welcome you all there!
More information as well as eTickets (cheaper than at the gate entrance) are available on our website.
75 Jahre Bulli-Treffen von 16. bis 18. Mai 2025 am Salzburgring bei kostenlosem Eintritt
Rahmenprogramm für die Familie inklusive Foodtrucks, Livemusik, Probefahrten, „Walk the ring“ sowie Austausch mit Gleichgesinnten
Stellplätze im Campingbereich seit Monaten ausgebucht, Bulli-Fahrer aus ganz Europa werden erwartet
Zahlreiche historische Modelle von T1 bis zur aktuellen Bulli-Familie (Multivan, California, Transporter, ID. Buzz) stehen bereit
Volkswagen Nutzfahrzeuge Österreich lädt von 16. bis 18. Mai zum 75 Jahre Bulli-Treffen am Salzburgring ein. Die Stellplätze am Gelände des Salzburgrings sind seit Monaten ausverkauft, kostenlose Tickets für Tagesgäste sind noch verfügbar. Es werden zahlreiche historische Bulli aller Generationen und mehrere tausend BesucherInnen pro Tag erwartet.
Midsommar: „Sofie“ auf einem Ausflug in Stockholm.
„Die Faszination Bulli begleitet viele unserer Kunden bereits ihr ganzes Leben. Bulli ist ein Lebensgefühl, die Fangemeinde ist ungemein loyal und vor allem gut vernetzt: Das zeigte sich bereits im Vorfeld als binnen weniger Tage alle rund 500 Stellplätze ausgebucht waren“, sagt Miriam Walz, Markenleiterin Volkswagen Nutzfahrzeuge und erläutert weiter: „Das Bulli-Treffen ist das erste dieser Art in Österreich. Es werden alle Bulli-Generationen vor Ort sein und wir präsentieren auch die aktuelle Bulli Familie bestehend aus Multivan, California, Transporter und dem vollelektrischen ID. Buzz. Das ganze Nutzfahrzeuge-Team hofft nun auf gutes Wetter und freut sich auf das Event!“
8. März 1950: Geburtsstunde des ersten Transporters
Volkswagen Nutzfahrzeuge feiert 75 Jahre Bulli. Er ist das am längsten gebaute Nutzfahrzeug Europas. Am 8. März 1950 fuhr der erste Transporter – kurz T1 genannt – in Wolfsburg vom Band. Seitdem folgten ihm – ab 1956 in Hannover produziert – mehr als 12,5 Millionen weitere Bulli. Damit ist er zugleich das erfolgreichste europäische Nutzfahrzeug aller Zeiten. Kult seit einer Ewigkeit. Vom T1 bis zum T6.1 der sechsten Generation lieferte stets eine Plattform die Basis für alle Derivate – vom Transporter bis hin zu den Camper-Ikonen. Doch das Zeitalter der E-Mobilität machte eine Transformation des Allrounders und damit einen Paradigmenwechsel notwendig: „Aus einem Bulli für alle“ wurde deshalb „für jeden der richtige Bulli“.
Den Aufbruch in die neue Epoche markierte 2021 der aktuelle Multivan – ein Freizeit- und Business-Van mit optionalem Plug-in-Hybridantrieb. Ihm folgte 2022 mit dem ID. Buzz der erste vollelektrische Bulli in Großserie. 2025 nimmt nun als dritte Baureihe die ebenfalls neue Transporter-Baureihe Fahrt auf. Das aktuelle Bulli-Programm besteht damit aus drei Säulen mit sechs Grundmodellen: dem Multivan und dem baugleichen California, dem ID. Buzz und dem Nutzfahrzeug ID. Buzz Cargo sowie dem Transporter und der technisch identischen Shuttle-Version Caravelle. Sie alle tragen noch heute die DNA des multifunktionalen T1 in ihrem Design und konstruktiven Layout.
16. bis 18. Mai, Tagestickets mit Vorabregistrierung kostenlos
Das Bulli-Treffen am Salzburgring hat Festivalcharakter, die Stellplätze am Gelände sind seit Monaten ausverkauft. Kostenlose Tagestickets sind aber noch verfügbar (Vorabregistrierung über 75 Jahre VW Bulli Treffen am Salzburgring). Es werden mehrere tausend BesucherInnen erwartet.
Das Rahmenprogramm bietet eine Heritage-Ausstellung (vom T1 bis zum ID. Buzz GTX), Probefahrten, zahlreiche Foodtrucks, Livebands, Kinderprogramm sowie Austausch mit gleichgesinnten Bulli-Fans aus ganz Europa. Am Sonntag besteht die Möglichkeit den Salzburgring zu Fuß zu erkunden („Walk the ring“). Zudem können Kinder die Fahrerlagerkurve der Rennstrecke mit Straßenmalkreide gestalten.
Bulli aller Generationen – ausgestellt oder für Probefahrten bereit
Es sind zahlreiche Bulli-Raritäten aller Generationen vor Ort, eine kleine Auswahl im Folgenden: Bei einem Bulli-Treffen darf der so genannte „Sambabus“ (T1) nicht fehlen. Der „Sambabus“ war die Luxusvariante des T1 und wurde ab 1951 produziert. Der Kleinbus mit Zweifarblackierung, Faltschiebedach und Fenstern rundum bietet bis zu neun Reisenden Platz. Der Boxer-Motor bringt es auf 31 kW/42 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 km/h. Der Sammlerwert eines Modells in gutem Zustand ist entsprechend hoch.
Ein weiterer Blickfang ist der „Coca-Cola“-Bulli aus 1976 (T2). Der Kastenwagen mit speziellem Laderaum-Ausbau leistet 37 kW/50 PS.
Ein T3 in limitierter Auflage ist der T3 Multivan Limited Last Edition aus dem Jahr 1992. Diese Sonderserie wurde zum Ende der Produktion des T3 1992 aufgelegt und war auf 2.500 Fahrzeuge limitiert. Der 4-Zylinder-Boxer Motor bringt es bei 68 kW/92 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von 141 km/h. Als Gebrauchtwagen ist diese Serie mit exklusiver Ausstattung bereits besonders begehrt.
Mit dem T4 änderte sich ab August 1990 das Konzept grundlegend: So wanderte der Motor vom Bus-Heck in die Front, ebenso war der Vorderradantrieb ein Novum. Der ausgestellte T4 Multivan Allstar aus dem Jahr 1994 ist ein besonderes Showcar, denn er ist nahezu neuwertig.
Porsche Renntransporter recharged
Die Marke Porsche hat sich in Österreich zum Jubiläum etwas Besonderes einfallen lassen: Sie schlägt mit der Neuinterpretation des Renntransporters eine Brücke aus der Motorsport-Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft: So präsentiert sich der vollelektrische ID. Buzz GTX mit Allradantrieb im ikonischen roten Dress des historischen Porsche-Renntransporters. Der Salzburgring bietet für die Premiere den idealen Rahmen.
Der VW Renntransporter Typ T2a der Porsche AG (Weissach Bus) aus 1967 zieht einen Anhänger der Sportabteilung aus demselben Jahr und ist eine Leihgabe des Porsche Automuseums von Helmut Pfeifhofer in Gmünd. Am Anhänger wird ein 911 ST Rallyeauto aus dem Jahr 1969 stehen. Der VW T2a war die zweite Generation des Transporters und ein direkter Nachfolger des T1. Der T2a war in verschiedenen Varianten erhältlich, darunter als Pritschenwagen und geschlossener Transporter, und fand breite Anwendung im Gewerbe. Der T2a war auch die Basis für Sonderfahrzeuge wie Renntransporter, die in den 1960er-Jahren eingesetzt wurden, um Rennwagen und Ausrüstung effizient zu Veranstaltungen zu bringen.
Happy Birthday, Polo! – Anfang Mai 1975 startete Volkswagen die Markteinführung des Polo, bis heute prägt er das Kleinwagensegment
Effizient, erschwinglich, innovativ und praktisch: VW Polo steht für bezahlbare Einstiegsmobilität und die Demokratisierung des technischen Fortschritts
Über 20 Millionen Exemplare wurden bis dato weltweit verkauft
Polo (1975)
„Außen klein. Innen groß.“ Mit diesem Slogan warb die Marke Volkswagen vor 50 Jahren für ihr damals neuestes Produkt: den Polo. Als der Kleinwagen Anfang Mai 1975 auf den Markt kam, ahnte wohl niemand, dass der extrem kompakte Zweitürer zu einem Bestseller werden würde – national und international, über fünf Jahrzehnte, in sechs Generationen, mit einigen renommierten Auszeichnungen, mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren und als Vorreiter im Kleinwagensegment.
Produktion des Polo 1 in den 1970er Jahren in Wolfsburg.
Polo steht für bezahlbare Einstiegsmobilität. Als die ersten neuen Polo bei den Händlern in den Verkaufsräumen standen, waren sie Teil einer neuen Volkswagen Modellfamilie, die Anfang der 70er Jahre die Straßen eroberte. Der kantige Kleinwagen ergänzte im Frühjahr 1975 nach Passat (1973) und Golf (1974) die damals noch junge wassergekühlte Modellgeneration, die dem legendären VW Käfer nachfolgte. Nach über sechs Modellgenerationen steht fest, dass das stimmige Gesamtkonzept – bestehend aus fairen Preis-Leistungs-Verhältnis, hohem Nutzwert, wegweisender Technik für die Kleinwagen-Klasse und natürlich mit seinem ansprechenden Design – bis heute ankommt und das Modell zum Bestseller werden ließ. Darüber hinaus hat es der Polo geschafft, über Jahrzehnte das Kleinwagensegment zu prägen. Die Anerkennung von nationalen und internationalen Fachmedien erfolgte u.a. mit Auszeichnungen wie „Car of the Year 2010“, „World Car of the Year 2010“ oder auch „World Urban Car 2018“.
Cockpit Polo 1.
Trendsetter und Seriensieger. Was als schlicht ausgestatteter Zweitürer 1975 begann, wurde über fünf Jahrzehnte in vielen Facetten perfektioniert und ausgeweitet: in insgesamt sechs Generationen, als Steilheck-Polo, als Coupe, als sportlicher G40 und GTI, als farbenfroher Harlekin, als Variant, als Stufenheckmodell mit Namen „Derby“, als CrossPolo mit markanter Offroad-Optik, als effizienter Polo BlueMotion und natürlich als extrem dynamischer Polo R WRC, der von 2013 bis 2016 mit vier WM-Titeln bei der Rallye Weltmeisterschaft gekrönt wurde.
Produktion des Polo und des Derby in den 1970er Jahren in Wolfsburg.
Demokratisierung von Innovationen. Der Polo bot in jeder Generation mehr Platz und Komfort, effizientere Motoren und innovative Sicherheitsfeatures. So hielten Neuheiten wie Front- und Seitenairbags, Servolenkung, Gurtstraffer und ABS Einzug und sorgten dafür, dass der Polo erfolgreich blieb. Der nächste große Schritt folgte mit dem Modularen Querbaukasten (MQB), der neue Maßstäbe in Bezug auf Vernetzung, Sicherheit und Fahrdynamik setzte und das Modell noch digitaler und innovativer werden ließ. Auch heutzutage wartet der Kleinwagen mit Assistenz- und Komfortsystemen auf, die sonst nur in höheren Fahrzeugklassen verfügbar sind. Das Modell ist nach wie vor weltweit sehr populär und wird auch im Jahr 2025 aktuell gehalten. Bestes Beispiel: Der Polo GTI, der ab sofort noch dynamischer gefahren werden kann – dank abschaltbarem ESC, Performance-Bereifung und neuer Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung.
G 40 – Polo auf der linken Spur.
Weltweite Produktion und weltweiter Erfolg. Die Serienproduktion des Polo I begann im März 1975 am Hauptsitz von Volkswagen in Wolfsburg, bis 1981 wurden dort 1,1 Millionen Einheiten hergestellt. Mit der wachsenden Bedeutung des Modells wurde die Produktion im Laufe der Jahre auf weitere Standorte weltweit verteilt, darunter unter anderem Spanien, Argentinien, Südafrika, Slowenien, China, Brasilien und Indien. Mit mehr als 20 Millionen gebauten Exemplaren zählt der Polo global zu den erfolgreichsten kleinen Kompaktmodellen.
Die Produktion des Polo startet mit dem Audi 50.
Der Audi 50 kommt genau zur richtigen Zeit: Mit ihm geht 1974 unmittelbar nach der Ölpreiskrise von 1973 der erste Kleinwagen eines deutschen Herstellers an den Start. Er ist sparsam im Verbrauch, seine Konzeption ist wegweisend: Frontantrieb mit Quermotor, Zweitüren-Kombilimousine mit großer Heckklappe und umlegbarer Rücklehne, kompakte Außenmaße sowie ansprechende Fahrleistung und Fahreigenschaften. Der Audi 50 ist zudem eine Blaupause für den fast baugleichen VW Polo, den die Wolfsburger sieben Monate später auf den Markt bringen: Synergien in der Konzernfamilie nutzen – auch vor 50 Jahren schon ein Erfolgsrezept.
Mit dem Audi 50 kommt vor 51 Jahren der erste deutsche Kleinwagen auf den Markt.
Aktuell und vielseitig sollte er sein, der neue Audi 50 – und die Modellpalette mit Audi 80 und Audi 100 nach unten hin abrunden. Schon 1970 machen sich die Ingenieure bei der Audi NSU Auto Union AG an die Arbeit, allen voran Technikvorstand Ludwig Kraus: Man braucht einen Nachfolger für die bewährten NSU-Kleinwagen, deren Produktionsende absehbar ist. Die Entwickler haben dabei folgendes Ziel stets im Blick: „Ein zeitgerechtes Auto muss auch maßgerecht sein“, so ist es in der Konzeption zum Audi 50 nachzulesen.
Der Audi 50 während seiner Pressevorstellung im Sommer 1974 auf Sardinien.
Schlüssel zum Erfolg ist der quer eingebaute Motor. Mit ihm schaffen die Ingolstädter ein Auto, das mit gerade einmal 3,49 Metern Gesamtlänge einen relativ großen Innenraum bietet. An den Start geht der „kleine Audi“, der nur 685 Kilogramm wiegt, in zwei Versionen: als Audi 50 LS mit 50 PS und Audi 50 GL mit 60 PS, beide mit 1,1-Liter-Motor. Der Audi 50 LS bringt es auf 142 Stundenkilometer, der Audi 50 GL auf eine Höchstgeschwindigkeit von 152 Stundenkilometern. Während die 50-PS-Variante Normalbenzin tankt, benötigt das um 10 PS stärkere Aggregat Superkraftstoff.
Kompakt, bunt und ein bisschen luxuriös. Der Audi 50 war das Luxusmodell.
Den internationalen Medien präsentieren die Ingolstädter den Audi 50 im Sommer 1974 auf Sardinien. Bei den Händlern trifft er erstmals am 26. Oktober ein: der Audi 50 LS zum Preis von 8.195 Mark, der Audi 50 GL kostet 8.510 Mark. Geplant und entwickelt wird der „kleine Audi“ zunächst in Neckarsulm, später in der Technischen Entwicklung Ingolstadt, gebaut wird er schließlich im Volkswagen-Werk in Wolfsburg. Dort fahren bis zum 31. März 1975 exakt 43.002 Audi 50 vom Band, danach beginnt zusätzlich der Serienanlauf des fast baugleichen VW Polo.
Als Antwort auf die Energiekrise der frühen 1970er Jahre stand am 26. Oktober 1974 der Audi 50 bei den Händlern.
Im Sommer 1978 endet die Produktion des Audi 50, von dem insgesamt 180.828 Exemplare hergestellt werden. Fortan konzentriert sich Audi verstärkt auf Mittelklasse-Autos und darüber liegende Segmente. Auch wenn der Audi 50 nur wenige Jahre am Start war, so hat er doch das Kleinwagensegment im Volkswagen-Konzern etabliert: In seinen verschiedenen Generationen wurde der VW Polo millionenfach gebaut.
Die Polo Generationen im Überblick
Polo I als Facelift in der GT Version von 1980.
Polo I – Der erste Polo, präsentiert in Genf im März 1975, war ein einfach ausgestatteter Zweitürer im Vergleich zum Audi 50, auf dem der neue VW technisch basierte und der parallel von Audi angeboten wurde. Der Polo, der zu Beginn mit 29 kW (40 PS) Motor erhältlich war, glänzte mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis (Basisversion ab 7.500 DM erhältlich) und hohem Nutzwert. Er bot mit einer Länge von 3,50 Metern Platz für vier Personen plus Gepäck. Die Ur-Fassung des Polo lief bis 1978, die modellgepflegte Version bis 1981. Insgesamt entstanden über 1,1 Millionen Fahrzeuge, zu denen auch die von 1977 bis 1981 gebaute Stufenheckversion „Derby“ mit geräumigem Laderaum gehörte.
Polo II: Ein echter Shootingbreak.
Polo II – Im September 1981 stellte VW die zweite Generation des Polo vor – mit komplett neu gestalteter Karosserie, die auf 3,66 Meter wuchs. Der sogenannte „Steilheck-Polo“ zeigte sich als zweitüriger Kleinkombi mit großzügigen Platzverhältnissen. Nur ein Jahr später folgte ein Schrägheck-Coupe mit stärkeren Benzinern. In limitierter Auflage kam 1987 das Polo Coupe GT40 auf den Markt, als bisher leistungsstärkste Variante mit 85 kW (115 PS). Als sparsame Variante debütierte 1987 auch der kleinste Dieselmotor im Polo mit 33 kW (45 PS) Leistung. Insgesamt wurde der Polo II 13 Jahre lang produziert, mehr als 2,7 Millionen Exemplare wurden verkauft.
Polo III: Variantenreich und für jeden Geschmack.
Polo III – 1994 folgte die dritte Generation, die umfassend überarbeitet wurde: mit neuer Karosserie, neuem Fahrwerk und Motoren – und die erstmals auch als Fünftürer erhältlich war. Die gewachsenen Außenmaße sorgten für ein verbessertes Raumangebot, moderne Sicherheitssysteme wie Airbags, Gurtstraffer und ABS hielten Einzug. 1995 kam einer der kuriosesten Polo auf den Markt: der Polo Harlekin, dessen vier Farben sich modular kombinieren ließen. Ab 1997 war der Polo als Variant bestellbar. 1998 debütierte eine limitierte Sonderserie: Der Polo GTI mit 92 kW (125 PS), der nun auch erstmals die drei magischen Buchstaben trug. Insgesamt wurden vom Polo III 3,5 Millionen Modelle produziert.
Polo iV mit BlueMotion Technologie.
Polo IV – Der Polo der vierten Generation, der 2001 eingeführt wurde, hatte ein neues Design mit vier großen Klarglasscheinwerfern und war 15 Zentimeter länger und 5 Zentimeter breiter als sein Vorgänger. Er bot nun 1.030 Liter Kofferraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen. Neue Motoren, darunter Dreizylinder und starke Turbomotoren im Polo GTI, sorgten für mehr Leistung. Sicherheitsmerkmale wie Front- und Seitenairbags, Servolenkung und ABS waren serienmäßig. 2006 folgten der Polo GTI (mit nun 110 kW/150 PS) und der CrossPolo im robusten Offroad-Look sowie der Polo BlueMotion (mit einem CO2-Ausstoß von nur 99 g/km). Insgesamt verließen 4,1 Millionen Modelle der vierten Generation die Werkhallen.
Polo V so gross wie ein Golf I.
Polo V – Der Polo der fünften Generation, der im März 2009 seine Weltpremiere feierte, war gegenüber seinem Vorgänger länger und maß nun nahezu vier Meter. Das Design war geprägt von klaren Linien. Fünf neue Motoren ergänzten das Modellprogramm, darunter der Polo BlueMotion, der im Dezember 2009 eingeführt wurde und durchschnittlich nur 3,3 Liter Diesel auf 100 Kilometern verbrauchte. Auch der sportliche Polo GTI war wieder Teil des Modellprogramms und erstmals war auch das Sondermodell Polo R WRC Street mit seinem 162 kW (220 PS) starken TSI-Motor bestellbar. Der bis dahin schnellste Serien-Polo brachte das Motorsport-Feeling der World Rally Championship (WRC) auf die Straße. Insgesamt verkaufte VW von 2009-2017 6,3 Millionen Polo V.
Polo VI weltweit ein Erfolg.
Polo VI – Der Polo der sechsten Generation, der 2017 eingeführt wurde, basierte erstmals auf dem Modularen Querbaukasten (MQB), der ihm zahlreiche optionale Features aus höheren Fahrzeugklassen bescherte. Dazu gehörten das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, der Spurwechselassistent mit Blind-Spot-Sensor und die automatische Distanzregelung ACC. Dank des Baukastenprinzips wuchs der Polo in der Länge um 81 Millimeter und bot nun ein Kofferraumvolumen von 351 Litern. 2021 erhielt der Polo eine umfassende Überarbeitung mit geschärftem Karosserie-Design und neuen optionalen Features wie IQ.LIGHT Matrix-LED-Scheinwerfern und Assistenzsystemen wie IQ.DRIVE Travel Assist. Das Cockpit wurde digitalisiert und bot Displays mit Bildschirmdiagonalen von bis zu 25 Zentimetern sowie zahlreiche digitale Features wie Wireless Charging und App Connect. Bereits im Sommer 2021 folgte der neue Polo GTI mit einem durchzugsstarken Zweiliter-Turbobenziner und nun 152 kW (207 PS). Im Jahr 2023 debütierte das limitierte Sondermodell Polo GTI Edition 25 zum 25. Jubiläum des Polo GTI mit einer exklusiven Ausstattung. Insgesamt produzierte VW vom Polo VI bis dato über 2,5 Millionen Exemplare.
Volkswagen Nutzfahrzeuge feiert 2025 „40 Jahre Allradantrieb“. Motto: „Wo wir fahren, brauchen wir keine Straßen.“ Fakt ist: Der T3 und T4 syncro sowie später der T5 und T6 4MOTION haben einen starken Beitrag dazu geleistet, dass der „Bulli“ zur Ikone der Globetrotter und der oftmals auf unbefestigtem Gelände rangierenden Handwerker und Camper wurde. In Bremen blickt Volkswagen Nutzfahrzeuge nun zurück auf 40 Jahre Allrad und gleichzeitig nach vorn. Denn auch die siebte Generation des Bulli – Multivan, California, Transporter, Caravelle und ID. Buzz – gibt es mit Allradantrieb.
Seit 1985 gibt es jede Generation mit Allradantrieb.
In die Sahara mit dem T2: Der erste T3 syncro ging 1985 in Serie. Doch die Story der Allradabenteuer mit dem Bulli begann viel früher – in den 70er-Jahren mit dem Entwicklungschef der Transporter Baureihe: Gustav Mayer (1925–2014). Der liebte das Reisen und die Herausforderung und deshalb zog es ihn immer wieder mit einem T2 in die Sahara. Doch den T2 gab es bekanntlich ausschließlich mit Heckantrieb. Da Gustav Mayer aber irgendwann keine Lust mehr hatte, seinen Bulli in den Wüsten Nordafrikas vom Sand freizuschaufeln, konstruierte er mit seinem Team einfach einen Allrad-T2. Die Tests des ersten Prototyps, einige wieder in den Dünen der Sahara, verliefen positiv. 1978 startete der Aufbau von fünf T2-Versuchsfahrzeugen mit zuschaltbarem Frontantrieb. Doch der T2 – 1967 eingeführt – steuerte da bereits auf das Ende seines Lebenszyklus zu. Deshalb war es der T3, der als erster Bulli einen Allradantrieb erhielt.
T2: Schon Mitte der 70er Jahren dient ein T2 als Entwicklungsträger zum allradangetriebenen VW Bus.
1985 debütiert der T3 syncro: Der T3 war von Beginn an nicht nur als Nutzfahrzeug, sondern immer auch als Werkzeug für die ganz großen Reisen rund um den Globus gedacht. Weil es so ein Fahrzeug als geräumigen Bus einfach nicht gab. Die Bodenstruktur des 1979 zuerst mit Heckantrieb vorgestellten T3 sah deshalb von Beginn an Platz für eine Kardanwelle sowie ein Vorderachsdifferenzial und damit für einen Allradantrieb vor. Doch die Entwicklung bis zur gewünschten Perfektion und einer für die Ewigkeit anmutenden Robustheit brauchte ihre Zeit. 1985 war es endlich so weit: die ersten Transporter und ersten Caravelle syncro kamen auf den Markt. Für die Serienentwicklung und den Bau der syncro-Varianten war Volkswagen eine Kooperation mit Steyr-Daimler-Puch eingegangen. Das Unternehmen galt in der Branche als hoch kompetenter Spezialist für die Entwicklung und die Fertigung von Allradfahrzeugen. Deshalb erfolgte auch die Endmontage des T3 syncro im Steyr-Daimler-Puch-Werk in Graz.
Der allradangetriebene Transporter syncro mit seiner Viskokupplung bereichert ab 1985 das stetig wachsende Programm.
Ein Bulli als Geländewagen: Im Gegensatz zu den T2-Versuchsfahrzeugen hatte der T3 syncro keinen zuschaltbaren Allradantrieb, sondern – viel komfortabler – eine via Kardanwelle permanent eingebundene Vorderachse. Für ihre Integration war eine Viscokupplung zuständig. Sie erwies sich als sehr robust und zeigte unter nahezu allen Bedingungen eine perfekte Performance. Ein weiterer Vorteil der Viscokupplung war die Tatsache, dass auf das sonst übliche Zwischendifferenzial, das üblicherweise die Drehzahlendifferenzen zwischen Vorder- und Hinterachse ausglich, verzichtet werden konnte, auch diesen Job übernahm die silikonölgefüllte Kupplung. Ein mehrteiliger Unterfahrschutz bewahrte die Allradtechnik bei Offroad-Abenteuern vor Beschädigungen. Zudem fanden andere Federn und härtere Stoßdämpfer Verwendung. Damit stand die Karosserie der syncro-Modelle 60 Millimeter höher. In Sachen Getriebe entscheiden sich die Ingenieure für ein 4+G-Getriebe, das vier klassische Vorwärtsgänge und einen sehr kurz übersetzten Geländegang für den Offroad-Einsatz besaß.
Optional konnte man für den T3 syncro auch eine Differenzialsperre bestellen.
Als extra gab es zudem jeweils Differenzialsperren an der Vorder- und Hinterachse sowie ein Schlecht-Wege-Paket. Letzteres beinhaltete unter anderem verstärkte Antriebswellen, einen Schwingungsdämpfer im Antriebsstrang und diverse Karosserieversteifungen. So ausgestattet, punkteten die syncro-Modelle mit einer Bodenfreiheit von 215 Millimetern vorn, einem Böschungswinkel von 22 Grad sowie einem Rampenwinkel von 24 Grad. Damit hatte der Bulli antriebstechnisch das Niveau von Geländewagen erreicht – das allerdings mit sehr viel mehr Platz und Komfort an Bord für die großen Abenteuer des Lebens.
Auf Basis der Doppelkabine entsteht das Sondermodell TriStar.
T3 mit 16-Zoll-Rädern als Pritschenwagen: Für extremste Geländeeinsätze gab es den T3 syncro ab 1987 sogar mit 16 Zoll großen Rädern und umfangreichen Modifizierungen am Fahrwerk und an der Karosserie, größer dimensionierten Bremsen und einer serienmäßigen Hinterachssperre. Die Verstärkungen erhöhen die Nutzlast im Gelände auf eine Tonne. Die Bodenfreiheit wuchs auf 246 Millimeter (+25mm). 2.138 dieser Heavy-Duty-Allradler – von insgesamt 45.478 gebauten T3 syncro – verließen bis 1992 die Grazer Hallen und begleiteten Expeditionen, Weltreisende, Forst- und Handwerksbetriebe. Nur rund 60 dieser Volkswagen auf dem Level von Expeditionsfahrzeugen wurden als Pritsche mit Ladefläche aufgebaut, betrug doch der Mehrpreis für den syncro-Antrieb und den 16-Zoll-Umbau rund 50 Prozent gegenüber der heckgetriebenen Pritschenvariante. Heute einen solch frühen Allrad-Pickup als Oldtimer zu finden, ist kaum mehr möglich. Aktuell wird eine noch seltenere DoKa von 15 jemals gebauten auf Kleinanzeigen angeboten.
Einer der ersten T3 16“ syncro bei Testfahrten.
1993 kommt der T4 syncro auf den Markt: Ein echter Weltrekordler stand auf der Bremen Classic Motorshow 2025 direkt neben der syncro-Pritsche. Es ist ein T4 Multivan syncro aus dem Jahre 1999, mit dem ein Team von Volkswagen Nutzfahrzeuge vor 26 Jahren schneller und unproblematischer als jemals Reisende zuvor per Achse die legendäre Panamericana von Alaska nach Feuerland bewältigte. Doch bevor dieses Abenteuer starten konnte, musste der T4 erst einmal entwickelt werden. Rückblick: Als 1990 mit dem T4 die neue und nun vierte Transporter-Generation von Volkswagen debütierte, war das eine technische Revolution: neues Design, neuer Antrieb, neue Motoren, neues Konzept. Der Boxer stieg aus dem Ring. An seine Stelle traten moderne, wassergekühlte Vier- und Fünfzylindermotoren, die nicht mehr im Heck, sondern im Bug arbeiteten und die Vorderräder antrieben – mit Vorteilen auf der ganzen Linie: Der Laderaum im T4 war niedriger und besser zugänglich. Vor allem befand sich der Fahrer- und Beifahrersitz nun hinter der Vorderachse; und das verbesserte die passive Sicherheit. 1993 komplettierte Volkswagen das Programm um den neuen T4 syncro, dessen Viscokupplung jetzt für die Kraftübertragung von vorn nach hinten sorgt
T4 Doppelkabine mit Pritsche.
Im Multivan T4 syncro auf Rekordkurs: Dass Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem allradgetriebenen T4 erneut eines der weltweit besten Abenteuerfahrzeuge im Programm hatte, manifestierte der Erfinder des Bulli wie skizziert im Jahre 1999 mit der Weltrekordfahrt von Alaska nach Feuerland. Zwei Teams waren am 25. September des Jahres in Alaska von Prudhoe Bay im US-Bundesstaat Alaska aufgebrochen, um über die längste Nordsüdverbindung des amerikanischen Kontinents – die Panamericana – das in Argentinien liegende Ushuaia zu erreichen. Bis auf einen größeren Tank, Zusatzscheinwerfer auf dem Dach sowie Plexiglasscheiben vor den Scheinwerfern entsprach die Technik der Fahrzeuge der Serie. Zu den Herausforderungen für Mensch und Maschine gehörte die Tatsache, dass der Zustand der Panamericana aufgrund eines Erdbebens in Mexiko und zahlreicher Unruhen in Südamerika alles andere als ideal war. Gleichwohl erreichte der erste T4 Multivan syncro – Kennzeichen WOB AZ 152 – mit den professionellen Globetrottern Andreas Renz und Matthias Göttenauer an Bord nach exakt 15 Tagen, 14 Stunden und 6 Minuten und 22.880 Kilometern das Ziel und damit einen Eintrag in das „Guinness Buch der Rekorde“. Auch der zweite T4 Multivan syncro erreichten – aufgrund schwerer Unwetter ein paar Tage später – das Ziel. Die Rekordfahrt des Multivan T4 syncro war für Volkswagen Nutzfahrzeuge der finale Anstoß, noch leistungsfähigere Allradfahrzeuge zu konzipieren. Damit wurden der T4 syncro zur Initialzündung für die Entwicklung der PanAmericana-Modelle – erst als Sondermodell (T4), dann als Sonderserie (T5) und seit dem T6 als Allterrain-Ausstattungsversion.
Der T4 syncro auf seiner Rekordfahrt Richtung Feuerland.
2004 kommt der T5 als 4MOTION auf den Markt: 2003 stellte Volkswagen Nutzfahrzeuge als Weltpremiere den T5 vor. Stärkere Motoren und vor allem das elektronische Stabilitätsprogramm ESP verlangten nach einem neuen Allradsystem. Das stand ab 2004 mit der ebenfalls neuen Bezeichnung 4MOTION bereit. Das zentrale Element des 4MOTION-Systems war nun eine in einem Ölbad laufende Lamellenkupplung, die axial zusammengedrückt wurde. Den Druck erzeugten zwei Pumpen. Je mehr Druck auf den Lamellen lastete, desto größer war die Kraftübertragung und damit die Einbindung der Hinterachse. Dank der schnellen Reaktionszeit der Lamellenkupplung war es nun möglich, die Hinterachse erst dann stufenlos einzubinden, wenn an einem der Vorderräder ein Traktionsverlust auftrat. Im Normalbetrieb hatten die als Transporter, Caravelle, Multivan und California lieferbaren 4MOTION-Modelle deshalb Frontantrieb. Und das sparte Kraftstoff.
Mit dem 4Motion Antrieb sind auch schwere Gelände befahrbar.
4MOTION wird elektronisch gesteuert: 2010 debütierte eine weiterentwickelte 4MOTION-Variante mit einer neuen Lamellenkupplung und einer nun elektronisch gesteuerten Hochdruckpumpe, die in einem Reservoir ständig einen Öldruck von 30 bar bereitstellte. Schlupf an der Vorderachse war somit nicht mehr erforderlich, um die Hinterräder zur Mitarbeit zu überreden. Über die ESP-Sensoren erhielt die Hochdruck¬pumpe ihre Information bereits dann, wenn die Räder quasi gerade beginnen wollten, Traktionsverlust zu zeigen. Innerhalb einer hundertstel Sekunde stand nun die Kraft an den Rädern zur Verfügung, an denen sie gebraucht wurde. Zudem konnte das neue 4MOTION-System so gut wie alle Fahrzustände souverän abdecken.Darüber hinaus ging es selbst dann vorwärts, wenn ein Rad in der Luft hing – hilfreich war dabei ein optionales Hinterachs-Sperrdifferenzial. Ab 2015 wurde das 4MOTION-System mit der elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung für die sechste Generation der Baureihe (T6) adaptiert und ab 2019 im T6.1 eingesetzt.
Die optionale Hinterachssperre kompensiert die geringe Verschränkung des Fahrzeuges.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.